Ja, es gibt ihn wirklich. Und manchmal ist man es selbst – der Arschloch-Engel für jemand anderen.

Wie ich in meinem Blog Nr. 3 erwähnt habe, war ich überzeugt, meiner Spiegel- bzw. Zwillingsseele begegnet zu sein, die mich sofort getriggert und bei mir einen wahren Transformations-Buster ausgelöst hatte.

Vier Monate hatte ich damit zugebracht zu heulen, zahlreiche Schatten in mir zu heilen, mich zu verbessern, bewusster zu werden dank diesem Arschloch-Engel.

Und nun habe ich dieses Geschenk weitergegeben, denke ich.
Ob das mal so gut angekommen ist, bleibt noch offen.

Im letzten Blog Nr. 32 begann ein denkwürdiges, aber auch irgendwie magisches Abenteuer.
Das Universum signalisierte mir mit 11:11, dass ich Kontakt zu einem Menschen aufnehmen sollte, der so wie ich, in einem Partnerportal angemeldet war. Beide hatten wir die Hoffnung nach irgendwelchen „normalen“ Typen im Netz schon aufgegeben. In meinem letzten Versuch, durch das Portal, einen lebendigen Menschen zu erreichen, erhielt ich Antwort.
Er gestand mir später, dass er zum Universum gebetet habe, dass wenigstens einmal eine Frau sich bei ihm meldete. Wunsch erfüllt – oder manifestiert!

Gleich beim ersten Date stellten wir fest, dass wir beide auf gleicher Wellenlänge surften. Rosa Brille. Euphorie. Völlige Freude.
Mit der Zeit stellte sich heraus, dass er seit einigen Jahren unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeitete, sich aufopferte für Kollegen, Freunde und Eltern und dadurch massive Blockaden in sich schuf. Er lebte kein authentisches Leben, sondern eine Opferrolle.

Mit den neuen Emotionen für mich, zündete sich bei ihm ein wahrer Transformations-Buster. Er hinterfragte seinen Job, ließ sich krankschreiben, weil er die Bedingungen bei der Arbeit nicht länger ertragen konnte. Machte der Rentenkasse Druck wegen einer Kur. Informierte sich über eine Weiterbildung in einen sozialen Bereich, was er immer schon wollte. Klärte mit seiner Familie Details für die Versorgung der älter werdenden Eltern, damit er nicht immer selbst nur nach ihnen schauen musste. Und buchte zum ersten Mal seit langem einen Urlaub. Aktuell befindet er sich auf einem Ego-Trip, bei dem auch ich keinen Platz an Board mehr finde.
Kommt euch das nicht irgendwie bekannt vor?

Es scheint, wie bei mir zuvor, als sei er vom Universum geküsst und berührt worden, just nachdem wir uns begegnet waren. Auch ein Seelenvertrag? Scheint so. Mir ging auf, dass ich nun in die Rolle des Arschloch-Engels geschlüpft war, um ihn auf Seelenebene bei seiner inneren Entwicklung und Selbstfindung zu unterstützen.

Auch wenn diese Erkenntnis sich nicht sehr toll anfühlt, war dies dennoch vermutlich eine kosmische Mission. Auftrag erledigt, würde ich sagen.

Wie geht es nun weiter?
Keine Ahnung – Ich lass mich führen, mal sehen, was das Universum noch für Abenteuer für mich bereithält.