Logbuch-Eintrag zum 19.03.2026; Planet Erde

Heute ist ein Tag, an dem ich immer wieder zum Himmel schaue und frage: „Leute, was macht ihr nur mit mir hier unten?“.

Die Energie, die heute auf uns niederprasselt, fühlt sich schwer und schneidend an. Normalerweise erde ich solche Gefühle einfach, aber heute will es mir nicht gelingen.
Es kommt mir vor, als hätte eine unsichtbare Hand mein Herz gepackt und drückt unaufhörlich zu. Man möchte einfach aus dem Fenster springen, sich von einem Laster überrollen lassen, nur damit es endlich aufhört.
Selbst Durchatmen und Meditieren bringt keine Erleichterung. Es ist, als stünde man an der Schwelle eines gigantischen Ereignisses, dass man noch nicht benennen kann.

Und es geht nicht nur mir so. Es scheint, als ob sämtliche Menschen in meinem Umfeld so langsam aber sicher durchdrehen. Mir drückt sich allmählich die Vermutung auf, dass genau das die Ursache meiner körperlichen Symptome ist. Doch fühle ich mich aktuell nicht imstande, meinen Mitmenschen zu helfen. Bin einfach gerade selbst out of order, Leute, bitte verzeiht mir.

Also, wie geht man nun damit um, liebes Universum, bitte ein Tipp. Nichts.
Alle meine intuitiven Kanäle melden „Abwarten, alles wird gut ausgehen“. Toll! Erst einmal muss ich diesen Tag überleben…

Ich arbeite in der Kommunalverwaltung und führe auch ein kommunales Energieunternehmen. Hatte heute mit meinem Boss, dem Bürgermeister, auch ein sehr tiefes Gespräch über die gesamtgesellschaftliche Entwicklung. Beide nehmen wir wahr, dass sich hier etwas in zwei Teile spaltet. Die Einen versuchen über Stille und Schaffenskraft, alle Probleme des Alltags zu lösen und sind gleichzeitig auch noch für ihre Mitmenschen da. Die anderen erheben sich aus gesellschaftlichen Strukturen, um Anarchie zu üben. Passt hier gut zum Thema, finde ich.
Ich denke, wir stehen nun an der Schwelle und es wird sich zeigen, wer den Weg der Liebe geht und wer letztendlich nur an sich selbst und an Profit denkt.

Irgendwie geht’s mir jetzt besser, nachdem ich das nun niedergeschrieben habe. Also ist das die Wahrheit.

So, und jetzt mache ich Feierabend und guck mal, ob zu Hause irgendwo noch eine Flasche Rotwein im Keller zu finden ist. Trinke normalerweise nur zu besonderen Anlässen ein Gläschen oder auch zwei. Vielleicht ist das ja so ein besonderer Moment.